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Comedy Theater Produktion GbR Berlin.

Comedy Theater Chorprobe GbR und
Tournee-Theater THESPISKARREN
präsentieren vom 21. 03.2011 - 10.04.2011,
auf einer Theater Tournee durch´s Land:

chorprobe@email.de

(Termine siehe unten)

´CHORPROBE´ eine Farce für 4 Sänger ,einer Pianistin und einem Dirigenten.
Eine bitterböse Farce über einen Kleinstadt-Chor und einen fiesen Dirigenten.

mit Heinz Werner Kraehkamp
Michaela Hanser
Rüdiger Wandel
Ilona Schulz
Claudius Freyer
Bettina Koch

Regie: Carlo Klein

Kritik von Julia Marre

„Ihr seid kein Chor – ihr seid Hardcore!“

Das hinreißend menschliche Stück „Chorprobe“ lässt am Montag im Theater Hameln Freudentränen kullern


Man nehme ein Pfund rohen Vereinsstoff, einen Beutel bester schauspielerischer Leistung und lege diese Zutaten ein in eine würzige Marinade aus erstklassigem Humor. Abgeschmeckt mit zwei Löffeln feinster Situationskomik und einer Prise Gesellschaftskritik, erhält man eine große Portion Theatervergnügen – die am Montagabend im Theater zu genießen war. „Chorprobe“, das Lustspiel von Dietmar Bittrich in einer Inszenierung von Carlo Klein, brachte die schlemmenden Zuschauer nicht nur dazu, Tränen zu lachen. Sondern zauberte in der Pause auch nach-lächelnde Minen ins Foyer – und finales Gelächter auf den Heimweg.

Das Vereinswesen aufs Korn genommen

Die Handlung des Stückes, das das bierernste deutsche Vereinswesen aufs Korn nimmt, ist schnell erzählt: Werner Weber ist ein tyrannischer Chorleiter, der seinen Sangesfreunden Disziplin eintrichtern will – schließlich ist der Chor samt Ständchen eingeladen zur Geburtstagsfeier des Bürgermeisters, zu der sich auch das Fernsehen ankündigt. Doch ob die Laiensänger den Starauftritt meistern können, ist ungewiss – immerhin hat jeder von ihnen eine andere Macke, allen voran der diktatorische Dirigent. Da ist Heinz (brillant: Rüdiger Wandel), dem alles auf den Magen schlägt und der permanent eine Hand in die Hosentasche steckt, weil er doch schon wieder so dringend auf die Toilette gehen muss. Der selbstverliebte Klaus (Claudius Freyer), der sich in einer Riege mit Pavarotti und Domingo sieht und notorischer Zeitungsleser ist. Barbara Michaela Hanser), die gar nicht so heimlich in den Chorleiter verschossen ist und wegen ihrer vielen Nachtschichten permanent gähnt wie ein Breitmaulfrosch. Und Gisela (Ilona Schulz), die für ihr Leben gern strickt und ohne den „Feigling“ aus der Handtasche die Probe nicht ertragen könnte.
„Ihr seid kein Chor –ihr seid Hardcore“, schimpft und wütet Heinz Werner Kraehkamp als Choleriker Werner – schreit, flucht und suhlt sich am liebsten in der Demut seiner Sangesfreunde („Entsetzlich!“). Und dann ist da noch die stumme Pianistin (Bettina Koch), der stets die Atmosphäre im Raum an den Gesichtszügen abzulesen ist.
Ob der inkontinente Heinz beim Singen mit Korken zwischen den Zähnen den Flaschenverschluss verschluckt, ob die Sänger ausgelassen im karibischen „Bacardi Feeling“ schwelgen oder als Zugabe „We are the Champions“ zelebrieren – Höhepunkte gibt es viele in diesem hinreißend menschlichen Stück, das donnernden Applaus erntet.


Mindener Tageblatt: 11.02.2006

Von der Posse zur scharfen Satire
"Die Chorprobe" von Dietmar Bittrich zu Gast im Stadttheater Minden (wer).


Dietmar Bittrichs Farce "Die Chorprobe", die am Donnerstag im Stadttheater Minden zu sehen war, ist ein Stück mit einer verdammt gut gewürzten Füllung, das anfangs wie eine pikante Posse schmeckte und sich zu einer höllisch-scharfen Satire entwickelte.


Ganz langsam und gemächlich lässt es die Inszenierung von Carlo Klein angehen und dieser behutsame Beginn verschafft den Darstellern die Gelegenheit, ihre Rollen mit allen Marotten und Macken anzuspielen und kleine Akzente zu setzen. Claudius Freyer" gibt" den Tenor, natürlich den Tenor der Tenöre, eitel und charakterlos. Ilona Schulz als Sopran wieselt auf ihren Platz und packt erst einmal ihr Strickzeug aus, von dem sie sich bis zum bitteren Ende kaum zu trennen vermag. Michaela Hanser als verliebter Alt schreitet auf die Szene und zelebriert ihre Verliebtheit mit einer Rose auf dem Pult des Dirigenten. Bettina Koch als Korrepetitorin huscht wie die klassische graue Maus an ihren Flügel, der ihr Schutz und Sicherheit vor den Wutausbrüchen des Dirigenten bieten soll (übrigens ist Bettina Koch aus Dankersen und kennt sich in der reichen Mindener Chor- und Dirigentenszene bestens aus).


Und endlich erscheint auch er, der unumschränkte Herrscher der Gesangsfreunde, der Dirigent, von Heinz Werner Kraehkamp unverhohlen mit allen Attitüden eines absolutistischen Fürsten gespielt. Nur Rüdiger Wandel als Bass darf sich verspäten, wird dafür jedoch gleich abgestraft und die Hierarchie ist wieder hergestellt. Ein munteres, offensichtlich oft einstudiertes, fast rituelles Spiel hebt an und schnell wird klar: Der spezielle Ort dieses Stücks ist ein Mikrokosmos, ein Abbild der Gesellschaft, die überall auf der Welt ihren Platz haben könnte.


Was im ersten Teil so gemütlich dahinplätscherte, gerät unversehens zu einer, allerdings halbherzigen und lauen, Konspiration der Chormitglieder gegen den Dirigenten. Der jedoch gibt nicht nur nicht den ihm qua göttlichem Recht verliehenen Platz preis, sondern erwartet und erzwingt nun totale Unterwerfung: Der Dirigent als Diktator. Das Fernsehen winkt, zudem eine Reise in die Karibik und das sind die Waffen, mit denen ein genüsslich seine Rolle auskostender Kraehkamp seine "Untertanen" in die Knie zwingt. Und das ist wirklich wörtlich zu verstehen. Am Ende liegen die Sangesfreunde im Staub vor ihrem Herrscher, der nun, im Augenblick höchsten Triumphes, sich zum Publikum umdreht und droht: "Und jetzt seid ihr dran!"


Wie sich das Spiel wendet, wie jeder der Akteure seinen Teil daran hat, wie perfekt auch die kleinen Übungs- und Gesangseinlagen einstudiert sind, wie die Eigentümlichkeit einer jeden Rolle bis in die kleinste Nuance durchgehalten wird, das ist schon eine beängstigend genaue Studie auf den alltäglichen Größenwahn kleiner Diktatoren und die mindestens ebenso Angst machende Unterwerfungsbereitschaft seiner potenziellen Untertanen. Das ist umwerfend, scharf und deutlich.

Eine Zuschauerin,
Frau Ute Rabe beschreibt das so..................

Eine große Theaterfamilie - Ein besonderer Theaterabend mit einem eindrucksvollen Stück und in einer beeindruckenden Inszenierung? Kein Zweifel, das war erst kürzlich, >Die Chorprobe< von Dietmar Bittrich, eine Farce.

Drei Jahre zuvor hatte ich diesen herrlichen Theaterspaß schon einmal genossen. Mir als Mitglied einer Kantorei am Rande der
Stadt war klar: das nächste Gastspiel würde gleichzeitig eine „Sonderprobe“ für unseren Chor werden. Also Karten bestellen, Plätze reservieren und mindestens 50 meiner „Sangesfreunde“ machen sich auf den Weg ins Stadttheater.

Heute Abend lächelt nicht nur der Kartenkontrolleur mit dem Zöpfchen erwartungsfroh am Eingang und wünscht uns viel Spaß, nein, mich überkommt das Gefühl, hier fast jeden zu kennen – oder doch zumindest jeden zweiten. Eine große Theaterfamilie und ich mittendrin! Na toll! Sieh an, die Zahl an gesichteten Dirigenten, Chorleitern und –mitgliedern diverser hiesiger Ensembles wird immer größer. Das verspricht nun wirklich, heiter bis spannend zu werden. Weil ich weiß, was mich erwarten wird, kann ich das Spiel auf der Bühne in vollen Zügen genießen.

Irgendwie bekannt kommen sie mir ja alle vor: eitler Tenor, strickender Sopran, verliebter Alt oder ewig zu spät kommender und unter Darmdruck leidender Bass. Wir „Insider“ kennen uns aus, wir lachen lauthals und genießen die hemmungslosen Übertreibungen auf der Bühne.

Als Heinz Werner Kraehkamp als geliebter und gefürchteter Dirigent die Szene betritt und rücksichtslos sein Spiel mit der Macht beginnt, wandert mein Blick zum neben mir sitzenden Kantor. Gibt es Ähnlichkeiten? Glück gehabt, auch bei ihm nur Begeisterung pur. Erleichterung meinerseits! Und nun der Aufstand des Bühnenchors. Hätten wir so etwas nötig? Niemals, oder?

Darüber sind wir uns jedenfalls noch in der Pause einig und haben das Gefühl: hier sind wir zu Hause!

Im zweiten Akt passiert die erwartete Rebellion, das Bühnengeschehen wird grotesker, bissiger, beängstigender. Dankbar nutzen wir jede Möglichkeit erleichternden Lachens, während der Dirigent, nach Disziplin heischend, fast größenwahnsinnig wird und jeden seiner Sänger im wahrsten Sinne des Wortes zu Kreuze kriechen lässt. Wir sind uns am Ende des Abends einig: Umwerfend komisch ist das alles und einfach fantastisch gespielt! So etwas macht Lust auf mehr Theater. Dennoch: die (ernst gemeinte?) Absicht des Autors, mit seinem Stück eine „weitere unkontrollierte Ausbreitung des Chorgesangs zu verhindern“, wird bei mir nicht fruchten. Wiederkommen werde ich auf jeden Fall. Zum nächsten Theaterstück sowieso und natürlich auch zur nächsten Probe am Donnerstag. Bis dann also!



2011 sind wir wieder unterwegs und vielleicht auch bald bei Ihnen. Vom ca. 21. 03.2011 - 10.04.2011


























- Änderungen vorbehalten -
E-mail: chorprobe@email.de
oder unter: www.thespiskarren.de











Kraehkamp als Dirigent
Kraehkamp als Dirigent
Koch als Frau Schnetzel
Koch als Frau Schnetzel
Freyer als........äh...... Klaus
Freyer als........äh...... Klaus
Hanser als Barbara
Hanser als Barbara
Wandel als Heinz
Wandel als Heinz
Schulz als Giesela
Schulz als Giesela
von nichts kommt nichts
von nichts kommt nichts
Chorprobe
Chorprobe
Chorprobe  (eine Farce)
Chorprobe (eine Farce)
Regie "Carlo" Karl Heinz Klein
Regie "Carlo" Karl Heinz Klein
Unser Plakat
Unser Plakat
Dominique Chiout als Gast
Dominique Chiout als Gast